Im Märzen der Bauer - Stausebach, ein kleines Dorf stellt sich vor

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Im Märzen der Bauer

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"Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt ...

... er setzt seine Felder und Wiesen instand."
Mit diesem herrlichen Volkslied und alten Fotos machen wir heute eine Zeitreise in die bäuerliche Vergangenheit  unserer Dörfer und hier insbesonders nach Stausebach in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg.

Wir blicken zurück auf die Welt zwischen Höfen, Ställen, Feldern und Bächen, in einen ländlich geprägten Ort, deren Vergangenheit  den Stadtmenschen oft nur vom Hören-Sagen bekannt ist.

Vorbei ist die Zeit, in der Pferde - im Lied als Rösslein besungen - Erntewagen, Mähmaschinen und Jauche- oder Mistwagen zogen. Bis weit in die 50er Jahre wurden sogar Kühe  als Zugtiere eingesetzt.

Heute werden diese Feldarbeiten von kräftigen Traktoren mit riesigen Pflügen und Saatmaschinen in einem Arbeitsgang ausgeführt.

Als Naturdünger wurden Stallmist und Jauche eingesetzt.  Kunstdünger gab es erst viel später.

Für die Feld- und Stallarbeiten wurden viele fleißige Hände gebraucht, die es in den damaligen Großfamilien zur Genüge gab. Knechte, Mägde oder Tagelöhner verdienten sich bei  wenig Lohn oft nur Kost und Unterkunft. Nach Einbringen der Ernte wurde noch bis in den 20er Jahren mit einer Dampfdreschmaschine das Getreide gedroschen. Starkstrom für deren Antrieb gab es noch nicht.

In dem Volkslied wird das bäuerliche  Jahr von der Aussaat bis zur Ernte besungen: "Er pflüget den Boden, er egget und sät und rührt seine Hände frühmorgens und spät."

Es erinnert uns daran, dass Milch nicht vom Supermarkt, sondern von der Kuh kommt und Brot  aus gemahlenem Getreide gebacken wird. Auch gibt es uns Auskunft über das Wachstum, Gedeihen und schließlich dem Erntedank.

Weiter heißt es in der 3.Strophe: "Er mäht das Getreide, dann drischt er es aus." Dies mag vielen  jungen Menschen nostalgisch sein. Alte Menschen wurden nicht müde, zur Wertschätzung des Brotes die Kinder anzuhalten. Dies wurde dadurch erleichtert, dass die Kinder unmittelbar miterleben konnten, unter welch großen Mühen das Getreide heranwuchs,  geerntet, gedroschen, gemahlen und zu Brot gebacken wurde.



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